Meinert-Johannsen-Schule
Langelohe 4 ¯ D- 25337 Elmshorn
Telefon: 04121-4728-0 ¯ FAX: 04121-472845 ¯ e-mail: rbz@bs-elmshorn.de
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Instituto
de Educación Secundaria

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- Direccion: C/Filipinas, 33. - Tlfno:
923-183441 - Fax: 923-183433. - 37003 - SALAMANCA.
Erster Kontakt
Während einer
Lehrerfortbildung über das IPTS (Institut für Praxis und Theorie der Schule) im
Herbst 1997 lernte ich per Zufall den Kollegen Paco Villanueva kennen. Wir hatten beide großes Interesse, einen
Kontakt zwischen unseren Schulen herzustellen. Dieser entwickelte sich langsam,
aber stetig zunächst zwischen uns beiden; später dann auch über unser Lernbüro als fiktiver
Geschäftskontakt.
Die Partnerschule
Die Instituto de Educación Secundaria (IES) "Venancio
Blanco" ist eine Sekundarschule mit Elementen allgemeiner
und beruflicher Bildung. Die Schülerinnen und Schüler kommen nach der sechsten
Klasse (Abschluss der Primaria) von
anderen Schulen an dieses Zentrum. Die verschiedenen Bildungsgänge führen zu
schulischen Abschlüssen, die der Mittleren Reife und dem Abitur (nach 12
Jahren) vergleichbar sind. Weiterhin bietet die Schule so genannte Ciclos Formativos an. Dabei handelt es
sich um schulische Berufsausbildungen (hier: Wirtschaft und Verwaltung), die
mit einem von der Schule organisierten Praktikum im Betrieb abschließen. Das
deutsche duale Ausbildungssystem wird in Spanien (noch) nicht angeboten.
LINGUA E 2000/2001
Unser erstes
gemeinsames Projekt führten wir dann im Rahmen des europäischen SOKRATES -
LINGUA E - Programms durch. Mit Unterstützung des Pädagogischen Austauschdienstes (PAD)
konnte im Herbst 2000 eine Oberstufen - Klasse
der Berufsfachschule (BFS) für Kaufmännische Assistentinnen und Assistenten
(Fachrichtung Fremdsprachen) für zwei
Wochen nach Salamanca reisen, um dort mit spanischen Schülern am Projektthema "Internationale Handelsbeziehungen
zwischen zwei Lernbüros" zu arbeiten. Der Gegenbesuch unserer
spanischen Freunde erfolgte im Januar 2001. Die Arbeitsergebnisse wurden vom
PAD innerhalb der von der EU-Kommission vorgegebenen Kategorien mit "sehr
gut" bewertet. Das war natürlich, neben der finanziellen Unterstützung aus
EU-Mitteln, eine außerordentlich erfreuliche Rückmeldung für die beteiligten
Schülerinnen und Schüler und weitere Motivation für uns als verantwortliche
Lehrkräfte.
Intercambio 2002
Beflügelt
durch das erfolgreiche LINGUA E - Projekt schmiedeten wir neue Austauschpläne.
Leider bietet die Schule in Salamanca keinen Deutschunterricht an. Daher, und
auch aus anderen Gründen, war es sehr schwierig, spanische Schüler für die Idee
zu begeistern. Schließlich sagten dann doch acht Salmantiner zu. In Elmshorn
hatte ich mehr als zwanzig Interessenten auf der Liste. Bei der Auswahl
beschränkte ich mich diesmal auf Schülerinnen und Schüler des Fachgymnasiums (technischer und
wirtschaftlicher Zweig) aus der 12. und 13. Jahrgangsstufe. Das
heißt, die Schüler hatten gut ein, respektive gut zwei Jahre
Spanischunterricht! Die Kommunikation musste auf Spanisch, notfalls auf
Englisch erfolgen.
In der Zeit vom 05. - 17. September waren die Spanier (Isabel, Pilar, Raquel, Laura, Sara, Cristina, Carlos, Daniel und der Kollege Paco Villanueva) bei uns im Kreis Pinneberg. Das Wetter war spätsommerlich schön, so dass manches Vorurteil hinsichtlich der norddeutschen Klimaverhältnisse ins Wanken geriet. Die persönliche Chemie zwischen den Schülern war weit überwiegend gut bis sehr gut. Kleinere Missverständnisse konnten immer schnell ausgeräumt werden. Wegen der fehlenden Deutschkenntnisse beschränkten sich die Unterrichtbesuche für die Spanier auf Englisch- und Spanischstunden. Zwei Tagesauflüge führten uns nach Lüneburg (Altstadt und Salzmuseum) und nach Hamburg (Hafen und Speicherstadt mit Dialog im Dunkeln).

Am
wichtigsten und sprachlich (Spanisch für die deutschen Teilnehmer) am
effektivsten waren aber die abendlichen und nächtlichen Aktivitäten. Das
bedeutete Schwerstarbeit für die deutschen Gastgeber, denn der tägliche
Unterricht lief weitgehend normal weiter.
Vom 23.
September bis 05. Oktober waren wir (Anja, Tanja, Anastasia, Helen, Katja,
David, Sascha und Benjamin) dann in Salamanca
. Diese wunderschöne historische Universitätsstadt (sie wurde schon vor Jahren
von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt!) in Castilla-León (ca. 220 km
nordwestlich von Madrid) wirkte spürbar beeindruckend auf die Elmshorner Gäste.
Die wiederum sehr herzliche Aufnahme in der Schule sowie die freundlich
liebevolle Betreuung in den Familien machten die zwei Wochen für uns alle zu
einem unvergesslichen Erlebnis. Unterrichtsbesuche in verschiedenen Fächern
(Englisch, Mathematik, Informatik, Rechnungswesen, Sport, Kunstgeschichte,
Geschichte) ließen den schulischen Aspekt des Austausches nicht zu kurz kommen.
Ein Höhepunkt war gewiss der von den deutschen Schülern gegebene
Englischunterricht für eine spanische Handelsschulklasse.
Der
Tagesausflug nach Madrid mit einem Besuch des Museo del Prado sowie einem ausführlichen Stadt- und Shoppingbummel (Plaza Mayor, Puerta del Sol, El Corte Inglés)
und die Exkursion auf die Peña de Francia
mit dem Besuch des malerischen Dorfes La
Alberca im Südwesten Salamancas waren weitere Highlights für uns.
Da war es
fast schon selbstverständlich, dass wir von einem Stadtparlamentarier im
Rathaus empfangen wurden und am nächsten Tag mit Foto in der Lokalpresse
erschienen.
Fazit
Paco Villanueva
und ich sind uns einig, dass die interkulturelle Begegnung zwischen jungen
Menschen ein unverzichtbarer Beitrag zu einer lebendigen Europäisierung ist.
Das tägliche Miteinander in Familie, Schule und Freizeit bringt Erfahrungen,
die im schulischen Fremdsprachenunterricht nur schwer oder gar nicht zu
vermitteln sind. Wir sind sicher, dass unsere Schüler, jeder auf seine
individuelle Art, von dem Austausch profitiert und eine unvergessliche
Erfahrung mitgenommen haben.
¡Entonces, hasta
la próxima vez!
Dem
Förderverein der Beruflichen Schule Elmshorn sagen wir herzlichen Dank für
seine finanzielle Unterstützung!
Günther
Wehmeier
e-mail
(privat): g-wehmeier@foni.net
Schülerbeiträge:
"La Llegada en la casa de Raquel" von Tanja (FGW 13)
"Salamanca"
von
Anastasia Stahanov Fachgymnasium Technischer Zweig (12. Jahrgang)